Blumen, Kerzen, Papeterie, Stoffe, Farben: Dekoration schafft Atmosphäre und gibt Eurer Hochzeit ihren eigenen Charakter. Genau hier wird es aber auch schnell zu viel. Falsch ist dabei meistens gar nichts, es will nur alles gleichzeitig gesehen werden. Mein Rat: lieber ein paar Dinge, die zusammenpassen, als von allem etwas.
1. Ein Leitgedanke statt vieler Ideen
Was ich oft sehe: Zu viele Stile treffen aufeinander. Rustikal trifft Glamour, Boho trifft Modern, Vintage trifft Minimal. Das passiert leicht, wenn das Pinterest-Board über Monate wächst und am Ende von allem etwas auf den Tisch soll.
Jeder Stil für sich kann wunderschön sein, zusammen wird es schnell durcheinander. Stellt Euch deshalb bei jeder Entscheidung eine einfache Frage: Passt dieses Element wirklich zu unserem Gesamtkonzept?
2. Weniger Farben, mehr Klarheit
Farben prägen Eure Bilder enorm. Je mehr kräftige Farben im Raum gegeneinander antreten, desto unübersichtlicher wird das Gesamtbild. Zeitlos sind meistens natürliche, gedeckte Töne mit ein paar klaren Kontrasten. Alles beige muss es deshalb nicht sein. Wählt Eure Farben nur mit Absicht.
3. Tische mit Luft zum Atmen
Tische sind auf vielen Bildern zu sehen. Zu dicht wird es, wenn:
- hohe Arrangements die Sicht versperren
- viele kleine Dekoelemente verteilt sind
- unterschiedliche Materialien konkurrieren
Spätestens wenn sich die Gäste nur noch durch die Blumen hindurch zuprosten können, ist es zu viel. Großzügige Abstände, klare Linien und ein paar starke Akzente sehen meist hochwertiger aus als viele kleine Details.
4. Papeterie als roter Faden
Einladungen, Menükarten, Platzkarten, Dankeskarten: Papeterie zieht sich durch Euren ganzen Tag. Ein durchgängiges, schlichtes Design sorgt dafür, dass Einladung, Menükarte und Platzkarte erkennbar zusammengehören.
Gerade bei Detailaufnahmen ist Zurückhaltung stärker als Fülle: Eine Menükarte, auf der sich vier Schriftarten streiten, macht selten eine gute Figur.
5. Räume nicht überladen
Manche Locations bringen schon viel Charakter mit, etwa Backstein, Holzdecken, Stuck oder historische Elemente. Hier braucht es oft weniger zusätzliche Dekoration. Eine gute Location darf zeigen, was sie hat. Zudekorieren müsst Ihr sie nicht.
Mehr zur Auswahl einer passenden Location lest Ihr hier: Hochzeitslocation wählen: worauf Ihr wirklich achten solltet
6. Zeitlos statt Trend
Trends sind inspirierend, sehen aber oft schnell alt aus. Bei manchen alten Hochzeitsfotos erkennt man das Jahrzehnt, bevor man das Brautpaar gefunden hat. Wenn Ihr Euch fragt, ob ein Dekoelement auch in 20 Jahren noch stimmig ist, hilft ein Perspektivwechsel: Würde es auch zu unserem Zuhause passen?
Was auf den Bildern bleibt
Deko ist die Bühne, die Hauptrolle spielt Ihr. Und auf den Fotos schaut sowieso jeder zuerst auf Euch zwei, die Servietten kommen viel später.
Wie ich Eure Hochzeit begleite, seht Ihr hier: Zur Hochzeitsreportage & Leistungsübersicht




