Gruppenfotos gehören für viele Paare zur Hochzeit dazu. Gleichzeitig sind sie einer der Punkte, die am schnellsten Unruhe in den Ablauf bringen. Menschen suchen andere Menschen. Listen fehlen. Die Sonne steht ungünstig. Der Empfang gerät ins Stocken.
Mit der richtigen Vorbereitung bleiben Gruppenbilder jedoch klar, schnell und entspannt.
1. Vorab festlegen, welche Gruppen wirklich wichtig sind
Der häufigste Fehler: „Wir machen einfach spontan ein paar Gruppen.“
Das führt meist zu:
- vergessenen Konstellationen
- doppelten Kombinationen
- unnötiger Länge
Meine Empfehlung: Erstellt im Vorfeld eine Liste mit den Gruppen, die euch wirklich wichtig sind. Es geht nicht um eine maximale Anzahl, sondern darum, keine bedeutende Kombination zu vergessen.
Beispiel:
- Brautpaar + Eltern
- Brautpaar + Geschwister
- Brautpaar + Großeltern
- Brautpaar + Trauzeugen
Spontane Gruppenbilder im Laufe des Tages sind selbstverständlich jederzeit möglich. Die vorbereitete Liste sorgt lediglich für Struktur. Je klarer die Planung, desto ruhiger der Ablauf.
2. Eine koordinierende Person bestimmen
Bestimmt eine Person aus eurem Umfeld, die die Gruppen zusammenstellt. Diese Person kennt eure Gäste und kann sie gezielt ansprechen. Das spart Zeit und verhindert, dass ihr selbst suchen müsst. Ihr bleibt im Moment – nicht im Organisationsmodus.
3. Die ideale Gruppengröße
Kleine Gruppen wirken ruhiger und persönlicher. Als Orientierung: Bis zu 8 Personen pro Bild funktionieren besonders gut.
Je größer die Gruppe, desto schwieriger wird:
- Blickrichtung
- Körperhaltung
- Ausdruck
Große Gesamtgruppen sind natürlich möglich – sie sollten jedoch bewusst eingeplant werden.
4. Das große Gruppenfoto – ja oder nein?
Ein Bild mit allen Gästen ist eine schöne Erinnerung – besonders viele Jahre später.
Wichtig ist hier vor allem der Zeitpunkt:
- Alle Gäste sollten anwesend sein
- Der Moment sollte klar kommuniziert sein
- Direkt nach einem Locationwechsel entsteht häufig unnötige Unruhe
Für große Gruppen nutze ich bevorzugt eine Drohne oder – falls vorhanden – eine Treppe oder erhöhte Position. So entsteht Struktur und jede Person ist sichtbar. Gleichzeitig gilt: Bei sehr großen Gesellschaften erkennt man einzelne Personen auf einem Gesamtbild naturgemäß weniger gut. Für persönliche Erinnerungen sind kleinere Gruppen meist aussagekräftiger.
5. Der richtige Zeitpunkt
Gruppenfotos lassen sich gut integrieren:
- direkt nach der Trauung
- während des Empfangs
- kurz vor dem Abendessen
Wichtig ist, dass dieser Zeitraum klar im Ablauf vorgesehen ist. Als Richtwert reichen oft 15–20 Minuten, wenn strukturiert gearbeitet wird.
Wie ihr euren Zeitplan sinnvoll aufbaut, erfahrt ihr hier: So erstellt ihr einen realistischen Ablaufplan für eure Hochzeit
6. Licht und Standort berücksichtigen
Bei direkter Sonne empfehle ich Schatten. Weiches Licht sorgt für:
- angenehmere Hauttöne
- entspanntere Gesichtsausdrücke
- ruhigere Gesamtwirkung
Idealerweise wählen wir einen festen Standort mit genügend Platz, damit der Ablauf flüssig bleibt.
Fazit
Gruppenfotos müssen kein organisatorischer Kraftakt sein. Mit Vorbereitung, klarer Führung und einem festen Zeitfenster entstehen Bilder, die:
- strukturiert
- natürlich
- entspannt wirken
Und ihr bleibt im Fluss eures Tages.
Wenn ihr euren Hochzeitstag so planen möchtet, dass Struktur und Leichtigkeit zusammenkommen, findet ihr hier alle Informationen zu meiner Hochzeitsreportage: Zur Hochzeitsreportage & Leistungsübersicht



