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Wie viel Zeit braucht ihr für Paarfotos wirklich?

Eine der häufigsten Fragen in der Hochzeitsplanung lautet: „Wie lange sollen wir für die Paarfotos einplanen?“ Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, welche Bedeutung die Bilder für euch haben. Nicht jedes Paar braucht ein einstündiges Shooting. Und nicht jedes Paar möchte nur fünf Minuten investieren. Hier bekommt ihr eine klare Orientierung.

Variante 1: Bilder haben für euch hohe Priorität

Wenn ihr euch wünscht, eure Hochzeit als zeitlose Geschichte festzuhalten und eure Portraits eine wichtige Rolle spielen, arbeite ich meist mit mehreren kurzen Slots über den Tag verteilt.

Typisches Modell:

  • 15–30 Minuten am Vormittag (z.B. nach First Look oder Getting Ready)
  • 15–30 Minuten am Nachmittag
  • Optional 5–15 Minuten zum Sonnenuntergang

Warum diese Aufteilung so gut funktioniert:

  • Unterschiedliches Licht sorgt für Vielfalt
  • Ihr bleibt emotional im Tag eingebunden
  • Es entsteht keine Shooting-Müdigkeit
  • Eure Gäste warten nicht lange

Qualität entsteht durch bewusst gesetzte Momente – nicht durch Dauer.

Variante 2: Bilder sind euch weniger wichtig

Manche Paare sagen ganz offen: „Uns sind die Bilder nicht so wichtig – wir möchten möglichst viel Zeit mit unseren Gästen verbringen.“ In diesem Fall reicht oft ein klar geplanter 15-Minuten-Slot am Nachmittag vollkommen aus. Auch in kurzer Zeit entstehen starke, natürliche Bilder – vorausgesetzt Licht, Ort und Timing stimmen. Es geht nicht um Menge. Es geht um Fokus.

Warum ich keine langen Shooting-Blöcke empfehle

Ein 60- oder 90-minütiges Shooting am Stück wirkt schnell isoliert vom restlichen Hochzeitstag. Die Energie sinkt. Die Gäste warten. Der Tag verliert Dynamik. Mehrere kurze Einheiten fügen sich organisch in euren Ablauf ein – ohne dass der Tag unterbrochen wirkt. Wie ihr euren gesamten Hochzeitstag sinnvoll strukturiert, erfahrt ihr hier: So erstellt ihr einen realistischen Ablaufplan für eure Hochzeit

Achtet auf die Entfernung der Location

Ein häufig unterschätzter Faktor ist die Fahrzeit. Ich empfehle Paarportraits bevorzugt in unmittelbarer Umgebung eurer Hochzeitslocation oder an einem Ort, der ohnehin auf dem Weg liegt.

Jede zusätzliche Fahrt bedeutet:

  • weniger Zeit mit euren Gästen
  • mehr organisatorischen Aufwand
  • unnötige Unterbrechung im Ablauf

Nur wenn ihr eine starke persönliche Verbindung zu einem bestimmten Ort habt, lohnt sich ein gezielter Ortswechsel. Ansonsten entsteht Qualität nicht durch Entfernung – sondern durch Licht, Timing und Atmosphäre.

Sommer vs. Winter – der Einfluss des Lichts

Im Sommer bietet der Sonnenuntergang oft perfektes, warmes Licht am Abend. In den Wintermonaten liegt dieser Zeitpunkt häufig bereits im späten Nachmittag – oft mitten im Empfang. Deshalb plane ich in den dunkleren Monaten Portraits bewusst früher ein – oft sogar vor der Trauung. Licht entscheidet mehr über eure Bilder als die Dauer des Shootings.

Die entscheidende Frage

Fragt euch nicht: „Wie lange müssen wir fotografiert werden?“ Fragt euch: „Wie wichtig sind uns diese Bilder in 20 oder 30 Jahren?“ Je klarer eure Antwort, desto präziser können wir den Zeitrahmen festlegen.

Wenn ihr euren Hochzeitstag so planen möchtet, dass er sich leicht anfühlt und gleichzeitig Raum für starke Bilder bietet, findet ihr hier alle Informationen zu meiner Hochzeitsreportage: Zur Hochzeitsreportage & Leistungsübersicht